fub presents: Do 24. April JO­HAN­NA SCHMIDT: Psy­cho­ana­ly­se und Ge­sell­schafts­kri­tik. Eine kri­ti­sche Ein­füh­rung in die Psy­cho­ana­ly­se

Die Ein­wän­de gegen die Psy­cho­ana­ly­se – die meist schon vorab als wi­der­leg­te oder gar lä­cher­li­che Theo­rie ab­ge­tan wird – sind viel­fäl­tig: Sie steht in der Kri­tik, de­ter­mi­nis­tisch, in­di­vi­dua­lis­tisch und an­ti-​fe­mi­nis­tisch zu sein. Ihr wird vor­ge­wor­fen, den Men­schen als not­wen­di­ges Pro­dukt sei­ner Kind­heits­ent­wick­lung zu ver­ste­hen und ge­sell­schaft­li­che Ein­flüs­se auf das In­di­vi­du­um nicht hin­rei­chend ein­zu­be­zie­hen. So­zia­le Phä­no­me­ne lie­ßen sich damit nicht er­klä­ren. Au­ßer­dem kon­zen­trie­re sich die psy­cho­ana­ly­ti­sche Theo­rie auf das Männ­li­che und recht­fer­ti­ge eine In­fe­rio­ri­sie­rung von Weib­lich­keit.
Im Vor­trag sol­len – nach einer kur­zen Er­läu­te­rung psy­cho­ana­ly­ti­scher Grund­an­nah­men – sol­che Mei­nun­gen und Ein­wän­de auf ihre Rich­tig­keit über­prüft und der Frage nach­ge­gan­gen wer­den, in­wie­weit psy­cho­ana­ly­ti­sche Theo­rie für eine Ideo­lo­gie­kri­tik der mo­der­nen Ge­sell­schaft frucht­bar ge­macht wer­den kann.

Jo­han­na Schmidt lebt und stu­diert in Er­lan­gen. Theo­re­tisch steht sie der wert-​ab­spal­tungs-​kri­ti­schen Zeit­schrift EXIT! nahe. Ihre Ar­beits­schwer­punk­te sind fe­mi­nis­ti­sche Kri­tik und Psy­cho­ana­ly­se. Seit 2009 or­ga­ni­siert sie im selbst­ver­wal­te­ten Ju­gend-​ und Kul­tur­zen­trum Er­lan­gen ge­sell­schafts­kri­ti­sche Vor­trä­ge und seit 2011 an der Uni Er­lan­gen Au­to­no­me Se­mi­na­re zu fe­mi­nis­ti­scher Kri­tik, An­ti­se­mi­tis­mus sowie zur Psy­cho­ana­ly­se.

Ort: Bal­tha­sar, Bal­tha­s­ar­gäss­chen 1 (zwi­schen Schran­ne und Kaul­berg)
Be­ginn: 20:00
Ein­tritt: frei