Archiv für Juni 2013

fub presents: Donnerstag 27. Juni. Christoph Klein. Was ist eigentlich so „kritisch“ an der Kritischen Theorie?

Viele stolpern während ihres Studiums wenigstens einmal über den Begriff der »Kritischen Theorie«; stolpern, eben weil »Kritische Theorie« flüchtiger Neugierde kaum verständlich erscheint. Immerhin nimmt sie sich die Unverschämtheit heraus, mit erschreckender Radikalität und noch erschreckenderer Terminologie zu überfordern. Zu ihrem Verständnis müssten eigentlich erst noch Kant, Hegel und Marx studiert werden. Angesichts dieser Hürde verkehrt sich Neugierde leicht in Resignation. Der Vortrag möchte diesem bedauerlichen Umstand Rechnung tragen und einen Einstieg ermöglichen. Dabei wird der Fokus auf das gerichtet, was »Kritische« von anderer Theorie, etwa dem Positivismus oder der Metaphysik, unterscheidet. Dazu muss zunächst der Begriff der »Kritik« geklärt und bestimmt werden, was Kritische Theorie in Abgrenzung zu »traditioneller« Theoriearbeit kritisch macht. Daran soll schließlich die Relevanz radikaler Gesellschaftskritik aufgezeigt werden, wie sie u. a. von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer in der »kritischen Theorie der Gesellschaft« bezweckt wurde.

Christoph Klein studiert aktuell in Bamberg Soziologie, politische Theorie sowie (und leider immer zu wenig) Philosophie und hat seit kurzer Zeit ein wachsendes Interesse an Kritischer Theorie.

Ort: Balthasar, Balthasargässchen 1 (zwischen Schranne und Kaulberg)
Beginn: 20:00
Eintritt: frei

Terminverschiebung!

Der Vortrag von Christine Zunke „Gesellschaftskritik ist moralisch“ findet am Donnerstag den 20. Juni 2013 nicht statt. Er wird aber am Freitag den 12. Juli 2013 nachgeholt.

fub und der Lehrstuhl für Internationale Beziehungen präsentieren: Donnerstag 13. Juni 2013. Jörg Kronauer. Die Think-Tanks der Berliner Außen- und Weltpolitik

Zwei große Think-Tanks begleiten die Aktionen der Berliner Außen- und Weltpolitik: die »Stiftung Wissenschaft und Politik« (SWP) und die »Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik« (DGAP). Ihre Analysen und Strategiepapiere bündeln Wissen und stellen es für die operative Außenpolitik bereit. Ihre Kontakte zur deutschen Industrie ermöglichen es zudem, deren Interessen in die Strategiegestaltung einfließen zu lassen. Ihre formale Regierungsferne wiederum erlaubt es ihnen, außenpolitische Sondierungen vorzunehmen und Absprachen anzubahnen, die für die staatlichen Apparate zu heikel wären und informell vorbereitet werden müssen. Dabei werden auch unterschiedliche strategische Grundentscheidungen diskutiert, die früher oder später ihren Niederschlag in der Regierungspraxis finden: Wie stark soll das transatlantische Bündnis ausgebaut werden? Soll durch die Kooperation mit Russland oder China ein Gegengewicht geschaffen werden? Die SWP hat mit dem Versuch, die syrische Opposition zu organisieren, sogar den Einstieg in das operative Geschäft gewagt. Der Vortrag informiert über die Geschichte von SWP und DGAP, über ihre aktuellen Aktivitäten und über ausgewählte von ihnen geführte Debatten.

Jörg Kronauer ist Sozialwissenschaftler und freier Journalist. Er hat über Rechtsextremismus und Themen der deutschen Außenpolitik publiziert. Zuletzt hat er in der fub über »Wirksamste Instrumente der deutschen Außenpolitik. Die weltweite Einflussarbeit der parteinahen Stiftungen« gesprochen.

Ort: Balthasar, Balthasargässchen 1 (zwischen Schranne und Kaulberg)
Beginn: 20:00
Eintritt: frei